Damals lief im Radio eine Sendung, die man mögen oder nicht mögen konnte. »Der kleine Nils.«
Um den geht es aber heute nicht. Es geht um den großen Nils.
Um Nils Apel.
Eure Rostock Piranhas hatten gestern folgendes Problem:
Neben der gefühlt halben Mannschaft musste sich auch erstmals Stammtorhüter Sebastian Albrecht erkrankt abmelden. (Gute Besserung, Borschtl!)
Jedenfalls hatten die Piranhas nur einen Torhüter – was bei dem Tempo und dem Verletzungsrisiko Harakiri ist.
Also hat sich Fan Nils Apel bereit erklärt, auf der Bank zu sitzen.
Nils ist Torwart unseres Breitensport-Teams, den Freibeutern.
Und: Nils ist ein ganz wichtiger Nachwuchstrainer in unserem Verein. Einer, der sich für seinen Lieblingssport und euren Lieblingsverein richtig reinhängt.
Gestern bedeutete das für Nils:
Sich frei nehmen. Trotz Winterchaos in den Bus steigen. Knapp 20 Stunden unterwegs sein – um wahrscheinlich nicht zu spielen. Und wenn doch, drohte ihm das, was die Herner vergangene Saison erlebten. Damals musste ein Amateur-Goalie ran – und fing sich von den Raubfischen trotz Heldenmut 13 Dinger.
Muss man sich mal reinziehen:
Du bist 20 Stunden unterwegs, und siehst nur zu.
Du kommst rein, und Vollprofis jagen dir die Pucks um die Ohren.
Nils ist trotzdem mitgefahren. Nicht nur das: Er hat eine gute Stimmung eingebracht.
Danke dafür, Nils.
Die Saison mag uns alle herausfordern, aber Storys wie diese zeigen nicht nur, wie wir beim REC füreinander einspringen. Sie zeigen, warum wir diesen Profisport so lieben. Weil Jungs den betreiben, die sich nicht am Freitag die Koteletten beim Barber scharfziehen lassen, damit man ja gut aussieht für die Fotos und Videos. Sondern die sich jeden Tag für euch reinhängen. Egal was auf der Anzeigetafel steht.
Beim Eishockey siegt Teamgeist über Eitelkeit. Immer!
Morgen geht’s weiter – mit oder ohne Nils – auf jeden Fall: für ihn und euch alle. Seid um 19:00 Uhr gegen Tilburg dabei.
Am Rande: Vor Nils Apel stand auch schon mal ein gewisser Chris Apel in der gleichen Rolle für die Piranhas zur Verfügung. Beide Freibeuter sind nicht verwandt. Aber man weiß jetzt: Der Apel fällt nicht weit weg vom Stamm.